Zeugnis

Rumänisches Schulzeugnis

Datierung: 1981. Standort: BAWUE

In der Johannes-Honterus-Schule in Braşov (Kronstadt) in Rumänien wurden schon in der ersten Schulklasse Noten vergeben. Claudia L., die nach der ersten Klasse mit ihrer Familie nach Deutschland auswanderte, war stolz auf ihre guten Noten. Sie hatte viele 10er, was die beste Note war. Weil sie auf einer deutschen Schule war, hatte sie diese Sprache auch als Unterrichtsfach. Da ihre Mutter Siebenbürgerin ist, wurde zuhause auch nur deutsch gesprochen. In Deutschland angekommen, war sie erstaunt über das geringe Niveau in den deutschen Schulen und es war für sie unverständlich, dass ihre Leistungen nicht benotet wurden. Nach kurzen Zwischenstopps in Unna und Bielefeld, zog die Familie nach Renningen, wo Frau L. in die dritte Klasse eingeschult wurde. Als ihr Lehrer feststellte, dass sie in Rumänien geboren war, überwies er sie sofort in eine Förderklasse, um die deutsche Sprache zu lernen, ohne sie vorher gesprochen zu haben. Diese Form der Diskriminierung war die letzte ihrer Art geblieben. Es war viel eher so, dass Frau L. sich nach ihrer Ankunft in Deutschland im Jahr 1981 sich sogar lange geweigert hatte rumänisch zu sprechen. Bis in die siebte Klasse rollte sie jedoch das "R", was typisch ist für die Siebenbürgener. Davon ist heute in ihrer Sprache jedoch nichts mehr zu hören.

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