Meine Großeltern

ein Langzeitprojekt von Mats Staub

Großvater hörte immer sehr laut Radio, Großmutter sah ein bisschen aus wie eine Wurst. Opa ist früh gestorben und bei der Oma hat es im Badezimmer immer so eigenartig gerochen… Erinnern Sie sich noch an Ihre Großeltern? Welche Geschichten kennen Sie aus dem Leben von Oma und Opa? Wie lebten und liebten sie?

  • Oma macht Handstand auf der Wiese
  • Oma zeigt Bein im Kreis von Freunden
  • Oma und Opa im damals neuen Auto
  • Ein Zeitstrahl in der Ausstellung ordnet die Ereignisse ein
  • Ein Blick in die Ausstellung
  • Ein Frau hört sich Geschichten an.

Der Schweizer Künstler Mats Staub geht diesen Fragen in Gesprächen mit Enkelinnen und Enkeln verschiedenen Alters nach und sammelt Geschichten und Bilder von deren Großeltern. In der Hörausstellung »Meine Großeltern« präsentiert er eine Auswahl der rund 300 Erzählungen, die er in verschiedenen Städten in der Schweiz, Österreich und Deutschland aufgenommen hat – auch Erinnerungen von Stuttgarter Enkelinnen und Enkeln.

»Meine Großeltern« öffnet ein neues Fenster in die Geschichte(n) des 20. Jahrhunderts: Die Enkelinnen und Enkel erzählen von einer Zeit, die sie nur vom Hörensagen kennen. Ihre Erzählungen handeln von Großeltern unterschiedlicher Generationen aus vielen Ländern, die die Verwerfungen des letzten Jahrhunderts durchlebt haben − Weltwirtschaftskrise, Krieg und Flucht, Wiederaufbau, Migration und Modernisierung. Die Ausstellung führt in einen Kosmos von großen Liebesgeschichten und kleinen Dramen, von detaillierten Lebensläufen und zögernden Vermutungen, von Weltgeschichte in der Familiengeschichte. Und sie stellt zugleich persönliche Fragen nach Herkunft und Identität, Erinnern und Vergessen, Legende und Wahrheit.

Die einzigartigen Geschichten regen an, über die eigenen Vorfahren nachzudenken und zu überlegen, was wir selbst von unseren Großeltern wissen. Und auch, was wir unseren eigenen Enkeln erzählen würden. Geschichte entsteht durch die vielen persönlichen Geschichten von Menschen. Lassen Sie sich, mit iPods und Kopfhörern ausgestattet, von den Erinnerungen der Enkelinnen und Enkel in die Gegenwart der Vergangenheit mitnehmen.

Dauer der Ausstellung

02.03.2013 – 20.04.2013; Wilhelmspalais (ehemalige Stadtbücherei); Konrad-Adenauer-Straße 2, 70173 Stuttgart

Öffnungszeiten

Täglich außer Montag von 16 – 20 Uhr; Zusätzliche Öffnung für Schulklassen nach Anmeldung

Kontakt

0711 / 216 964 00 oder stadtmuseum@stuttgart.de

Der Eintritt ist frei.

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